Ereignisse in 2010/2011
26.11.2011:Oberverwaltungsgericht lässt Berufung zu
Obwohl die Hürden für eine Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts
Koblenz vom 15.03.2011 zugunsten des O2-Funkmasts auf der Burg Steineck hoch
gesetzt waren, konnte sich die Rheinbreitbacher Bürgerinitiative erfolgreich
durchsetzen!
Weiterlesen: Pressemitteilung der Initiative
16.05.2011: Antrag auf Berufung gestellt
Nach Beratung mit unserem Rechtsanwalt Dr. Wolf Herkner und Austausch mit Gutachtern,
haben wir uns dazu entschieden, Antrag auf Zulassung der Berufung zu stellen. Damit
gehen wir gegen das äußerst pauschale und widersprüchliche Urteil des Verwaltungsgerichts
Koblenz vom 15.03.2011 vor. Wir tun dies wohlwissend, dass ein längerer und teurer Rechtsstreit
auf uns zukommt, da unser Fall eine Klärung der in Teilen bislang uneinheitlichen deutschen
Mobilfunk-Rechtssprechung erfordert.
15.03.2011: VG Koblenz weist Klage ab
Das Verwaltungsgericht Koblenz hat unsere Klage abgewiesen. Das Gericht vertritt
letztlich die Meinung, dass jede Mobilfunk-Basisstation eine "Nebenanlage" ist und
damit ausnahmsweise zulässig im reinen Wohngebiet. Diese Auffassung steht im
Widerspruch zur Rechtssprechung in anderen Fällen und unserer Meinung nach sogar
im Widerspruch zur Auffassung des OVG Koblenz. Wir prüfen nun gemeinsam mit unserem
Anwalt eine Beruffung.
14.02.2011: EMF-Institut legt Gutachten vor
Mit Unterstützung von Spenden wurde das renommierte EMF-Institut Dr. Nießen aus
Köln mit der Erstellung eines funktechnischen Gutachtens der Sendeanlage beauftragt.
Das nun vorliegende Gutachten bestätigt, dass diese eindeutig überregionale Funktion
hat. Dies ist ein wichtiges Argument gegen die Zulässigkeit im reinen Wohngebiet.
30.08.2010: Einwohnerantrag erfolgreich!
Dank der überwältigenden Unterstützung von mehr als 200 Unterzeichnern,
Ortsbürgermeister Karten Fehr und den rheinbreitbacher Fraktionen, hat der
Ortsgemeinderat einen besonderen Schutz für die obere Rheinblickstraße
im Bebauungsplan verankert. Neue Mobilfunkmasten sind dadurch in diesem
Bereich so gut wie nicht mehr möglich. Ganz herzlichen Dank an alle, die
uns unterstützt haben! Weiterlesen: Artikel aus der Rhein-Zeitung
24.08.2010: Kreisrechtsausschuss lehnt Widersprüche ab
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Was haben ein Telefonverteilerkasten und der Sendemast Burg Steineck gemein?
Der Kreisrechtsausschuss zumindest bemüht diesen Vergleich und begründet damit,
dass der Mast als "Nebenanlage" auch in einem reinen Wohngebiet zulässig sei.
Naja, immerhin teilt der Ausschuss unsere Meinung, dass es sich um ein
"reines Wohngebiet" handelt. Unsere Anwälte werten das als wichtigen Teilerfolg.
Die Rhein-Zeitung berichtet: Artikel
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Juni 2010: Unterschriftenaktion für Erhalt des Wohngebiets
Während wir gespannt auf die Entscheidung des Kreisrechtsausschusses warten, haben wir
Vorkehrungen für den Fall des Rückbaus der Sendeanlage auf Burg Steineck eingeleitet.
Innerhalb weniger Tage sind über 200 Unterschriften für einen Einwohnerantrag zur
formalen Umwandlung der Oberen Rheinblickstraße in ein reines Wohngebiet zusammengekommen.
Damit soll unter anderem verhindert werden, dass der Mast an anderer Stelle im Wohngebiet
aufgebaut wird. Durch die Hanglage böte sich die obere Rheinblickstraße hierfür leider an.
Unser Antrag wurde in der Ratssitzung am 28.06. erwähnt und wird ausführlich am 30.08. erörtert.
Wir danken allen Unterzeichnern und Unterschriftensammlern für ihr Engagement!
Artikel aus der Rhein-Zeitung
02.06.2010: Sitzung des Kreisrechtsausschusses
In einer Sitzung des Kreisrechtsausschusses tragen sieben Anwohner, unterstützt durch
drei Rechtsanwälte ihre Widersprüche vor. Auch Ortsbürgermeister Fehr sowie das Bauamt
der Verbandsgemeinde Unkel sind vertreten. Unter anderem geht es um die wichtige Frage,
ob das Gebiet um die Burg Steineck als reines Wohngebiet anzusehen und die Sendeanlage
als zumutbar zu werten ist.
20.05.2010: Jetzt haben die Anwälte das Wort
Nach einem mühsam erkämpften Dialog mit dem Kreis und O2,
teilte die Geschäftsleitung von O2 gestern mit, dass eine Verlegung der Anlage für sie nicht in Frage kommt
(siehe Rhein-Zeitung vom 19.03.).
Nun haben wieder unsere Anwälte das Wort: Verfahren des Kreisrechtsausschusses Anfang Juni und
- sofern erforderlich - Hauptverfahren vor dem VG Koblenz.
17.04.2010: Der Mast sendet!
Aktuelle Messungen im Umfeld der Anlage belegen, dass der Sendemast
zwischenzeitlich den Betrieb aufgenommen hat. In den umliegenden Häusern
und Gärten wurden erschreckend hohe Strahlungswerte gemessen.
Der Vorsorgewert der Bundesärztekammer (1.000 Mikrowatt je Quadratmeter) wird zum Teil
um den Faktor 20 überschritten! Während bis Anfang Mai noch nach einer einvernehmlichen
Lösungen mit O2 gesucht wird, rüsten wir uns mit mehreren Rechtsanwälten für das
anstehende Hauptverfahren.
15.03.2010: Initiative und Kreis im Dialog
Auf Einladung von Bürgermeister Karsten Fehr kam es am 15.03.2010 zu einem Treffen
von Initiative und Kreis in Rheinbreitbach. Die Gesprächsteilnehmer stellten
übereinstimmend fest, dass eine außergerichtliche Lösung im Sinne der Anwohner
nur im Dialog mit der Betreiberfirma O2 zu erreichen ist. Der 1. Kreisbegeordnete Achim Hallerbach bot
daher an, sich um ein Gespräch mit O2 zu bemühen. Dieses findet voraussichtlich am 14. April statt.
Weiterlesen: Pressemeldungen und Politik.
28.02.2010: Sturm reißt Sendemast auf
Beide Türen des Sendemasts sind aufgerissen und schlagen im Wind hin und her
Im Mastinneren sind lediglich Richtfunkanlagen auszumachen. Die großen Sektorantennen fehlen noch (Dank unserer Parkaktion kurz vor Weihnachten).
Der offene Mast bietet dem Wind ein große Angrifffläche
Bewohner der Burg versuchen vergeblich den Schaden zu reparieren. Von O2 keine Spur!
Mit einem lauten Schlag reißt der Sturm am Sonntagmittag zwei Teile der
Außenhülle des Sendemastes auf. Die ca. 4 x 1 m großen Verkleidungsteile des
Mastrohrs schlagen im Wind mit Wucht hin und her. So berichten Augenzeugen. Ein
Bauingenieur der Initiative hatte das Kreisbauamt mehrfach auf Mängel am Bau
hingewiesen und sogar eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht, weil nichts
passierte. Scheinbar kann sich der Mobilfunkbetreiber O2 alles erlauben!
22.02.2010: Ortsrat verabschiedet 2. Resolution gegen Sendemast
Einstimmig verabschiedet der Ortsrat Rheinbreitbach eine Resolution, die sich gegen die
Inbetriebnahme der Sendeanlage auf Burg Steineck wendet. Weiterhin stellt der Ortsrat klar,
dass es sich im Gebiet um die Burg um ein "reines Wohngebiet" handelt, in dem eine solche
Anlage nicht errichtet werden darf! Lesen Sie die Resolution im Wortlaut:
Resolution des Rates
05.02.2010: OVG Koblenz lehnt Eilantrag ab
Das Oberverwaltungsgericht lehnt die Beschwerde gegen den Weiterbau der Mobilfunkanlage ab.
Dennoch gibt die Urteilsbegründung neue Hoffnung: im Gegensatz zum Verwaltungsgericht
sieht das OVG deutliche Versäumnisse des Kreises. Auch beurteilt es
die Erfolgsaussichten des Klägers im angestrebten Hauptverfahren als offen!
Pressemitteilung
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Ereignisse in 2008/2009
21.12.2009: VG Koblenz lehnt Eilantrag ab
Das Verwaltungsgericht Koblenz lehnt den Eilantrag zur Verhinderung einer
Inbetriebnahme der Sendeanlage ab. Die Interessen von O2 wiegen scheinbar
schwerer, als die der Anwohner. Interessanter Weise räumt das Gericht in seiner
Begründung ein, dass Gesundheitsgefährdungen nicht mit absoluter Sicherheit
ausgeschlossen werden können. Lesen Sie unsere Meinung zum Urteil:
Pressemitteilung vom 23.12.
17.12.2009: Etappensieg der Anwohner
Anwohner und Nachbarn sind früh vor Ort
Der Kran rückt an im Morgengrauen und bleibt aufgrund der Parksituation auf der Rheinblickstraße stecken
Anwohner diskutieren mit einem der vielen Dienstleister
"Auf welcher Seite stehen eigentlich Kreis und Landrat Kaul?"
Der Kran steht ...
... und steht
Bürgermeister Fehr und die Presse sind eingetroffen
Bürgermeister Fehr und Ansgar Federhen von den Grünen diskutieren mit Anwohnern und Polizei
Polizei und Ordnungsamt sondieren die Lage
Die Fahrzeuge sind ordnungsgemäß geparkt - es wird nicht abgeschleppt
Bürgermeister Fehr diskutiert mit Anwohnern und Polizei
Ohne Kran läuft in der gesperrten Simrockstraße nichts
O2 beschließt den Abbruch der Bauarbeiten
Der Kran verlässt unverrichteter Dinge Rheinbreitbach - große Erleichterung bei den Anwohnern
Am frühen Morgen des 17.12. versammeln sich Nachbarn und Anwohner, um gegen die
Fertigstellung der Sendeanlage auf Burg Steineck zu protestieren. Obwohl die
Simrockstraße durch die Ordnungsbehörde gesperrt war, konnte der von O2
beauftragte Kran die Baustelle nicht erreichen. Zu ungünstig war die
Parksituation in der Rheinblickstraße. Bürgermeister Fehr, Ansgar Federhen von
den Grünen und Klaus-Henning Rosen von der SPD waren vor Ort um zu vermitteln.
Nachdem sich Ordnungsamt und Polizei von der Rechtmäßigkeit der Parksituation
überzeugt hatten, musste der O2-Kran unverrichteter Dinge abziehen.
18.10.2009: Kommunalpolitik eingeschaltet
Mit einem Schreiben an Bürgermeister Karsten Fehr und die Fraktionsvorsitzenden der Parteien wird
die Kommunalpolitik um aktive Unterstützung gebeten. Lesen Sie den Brief im Wortlaut
16.10.2009: Initiative gegründet
Im Rahmen einer konstituierenden Sitzung gründen Anwohner die "Initiative immissionsarmes Wohnen Rheinbreitbach". Walter Engelberg, Rheinblickstraße 48, wird zum Sprecher ernannt.
14.10.2009: Rechtliche Schritte eingeleitet
Mehrere Anwohner schalten Rechtsanwälte ein, darunter Experten für Mobilfunk-Klagen. Zunächst soll vorgerichtlich eine Rücknahme der Baugenehmigung erwirkt werden.
In den kommenden Tagen werden mehrere Widersprüche beim Kreis gegen das Bauvorhaben eingereicht.
6./7.10.2009: Bauarbeiten beobachtet und sofort gestoppt
In einer "Nacht-und-Nebel"-Aktion errichtet ein Trupp von bis zu 20 Bauarbeitern einen von zwei Antennenaufbauten.
Auf Initiative der Anwohner wurden die Bauarbeiten an der Sendeanlage durch den Kreis Neuwied vorübergehend eingestellt. Es liegt zwar eine Baugenehmigung, jedoch kein Standsicherheitsnachweis vor.
7.10.2008: Kreis erteilt Baugenehmigung
Der Kreis Neuwied erteilt die Baugenehmigung für die Antennenanlage mit Systemtechnik und Technikeinhausung (Aktenzeichen 0207BA2008).
14.08.2008: Aufhebungsbescheid der Kreisverwaltung
Der Kreis Neuwied "ersetzt" das Einvernehmen der Verbandsgemeinde. Darin räumt der Kreis ein, dass es zu einer Erhöhung des bereits als Ausreißer geltenden Bestandsobjekt kommt.
Allerdings wird argumentiert: "Aufgrund des Blickwinkels ist die Höhe für den Betrachter jedoch nicht einsehbar."
30.05.2008: Verbandsgemeinde lehnt Antennenanlage ab
In einem Schreiben an den Kreis legt die Verbandsgemeinde Unkel die Begründung für die Ablehnung der Antennenanlage dar. Als Argumente werden u. a. die deutliche Überschreitung der üblichen Bebauungshöhe und die Beeinträchtigung des Ortsbild angeführt. Weiterhin wird die Wertminderung der Nachbarbebauung genannt.
April 2008: Mobilfunkbetreiber stellt Bauantrag
Der Mobilfunkbetreiber stellt einen Bauantrag zur Errichtung von sechs GSM- und drei Richtfunkantennen auf der "Burg Steineck" in der Simrockstraße 7, Rheinbreitbach. Für drei UMTS- und eine Richtfunkantenne sind Optionen definiert.
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